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X-WR-CALNAME:Caspar David Friedrich - romantisch\, berechnend un(d)natürlic
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DESCRIPTION:Wer kennt seinen Namen nicht? Nach einem Bildbeispiel gefragt w
 ird vielleicht „Der einsame Baum“ genannt gefolgt von einer zeitlichen „Ve
 rschubladung“ in der Romantik. Doch bei dem Versuch sich dem Werk Friedric
 hs angemessen zu nähern ist es unerlässlich\, sich mit ein paar „Geschicht
 sfäden“ vertraut zu machen\, die in selbiges kunstvoll eingewebt sind und 
 einer letztendlichen Deutung erst wirkliche Stabilität verleihen. So ist e
 s absolut notwendig - und das mag auf den ersten Blick verwundern - sich m
 it der mittelalterlichen Gottesvorstellung zu beschäftigen: Im sogenannten
  Buch der Weisheit findet sich im 11. Kapitel als Vers 20 der wohl entsche
 idende Passus: „Du aber hast alles nach Maß\, Zahl und Gewicht geordnet.“ 
 Folgerichtig erscheint Gott nach dieser Vorstellung als Geometer oder Arch
 itekt/Konstrukteur dieser Welt mit entsprechendem Instrumentarium: Zirkel 
 und Lineal! Zudem sind Maß und Zahl entscheidende Bedeutungsträger z.B. in
  den gotischen Kathedralen\, die wiederum Abbilder des himmlischen Jerusal
 em auf Erden darstellten. Dieses Gedankengut erreicht C.D. Friedrich über 
 den Theologen\, Philosophen und Staatstheoretiker Friedrich Schleiermacher
 \, der zu den Begründern der romantischen Mathematik gehörte und geometris
 che Figuren propagierte\, die einer Fülle von Bildern Friedrichs zugrunde 
 liegen. Weitere wichtige Trittsteine auf dem Erschließungsweg sind einschn
 eidende Kindheitserlebnisse - insbesondere der tragische Tod seines ältere
 n Bruders - und natürlich die politischen Verhältnisse in Europa\, nachhal
 tig geprägt durch Napoleon I.\, und die sehnliche Hoffnung auf deren Überw
 indung. Interesse geweckt? Folgen Sie dem Referenten bei seinem Versuch\, 
 entscheidende Teile des Werkes Friedrichs vom Kopf auf die Füße zu stellen
 .
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GEO:+08.340314;+51.613306
LOCATION:Marx Wirtschaft
SUMMARY:Caspar David Friedrich - romantisch\, berechnend un(d)natürlich
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 ird vielleicht „Der einsame Baum“ genannt gefolgt von einer zeitlichen „Ve
 rschubladung“ in der Romantik. Doch bei dem Versuch sich dem Werk Friedric
 hs angemessen zu nähern ist es unerlässlich\, sich mit ein paar „Geschicht
 sfäden“ vertraut zu machen\, die in selbiges kunstvoll eingewebt sind und 
 einer letztendlichen Deutung erst wirkliche Stabilität verleihen. So ist e
 s absolut notwendig - und das mag auf den ersten Blick verwundern - sich m
 it der mittelalterlichen Gottesvorstellung zu beschäftigen: Im sogenannten
  Buch der Weisheit findet sich im 11. Kapitel als Vers 20 der wohl entsche
 idende Passus: „Du aber hast alles nach Maß\, Zahl und Gewicht geordnet.“ 
 Folgerichtig erscheint Gott nach dieser Vorstellung als Geometer oder Arch
 itekt/Konstrukteur dieser Welt mit entsprechendem Instrumentarium: Zirkel 
 und Lineal! Zudem sind Maß und Zahl entscheidende Bedeutungsträger z.B. in
  den gotischen Kathedralen\, die wiederum Abbilder des himmlischen Jerusal
 em auf Erden darstellten. Dieses Gedankengut erreicht C.D. Friedrich über 
 den Theologen\, Philosophen und Staatstheoretiker Friedrich Schleiermacher
 \, der zu den Begründern der romantischen Mathematik gehörte und geometris
 che Figuren propagierte\, die einer Fülle von Bildern Friedrichs zugrunde 
 liegen. Weitere wichtige Trittsteine auf dem Erschließungsweg sind einschn
 eidende Kindheitserlebnisse - insbesondere der tragische Tod seines ältere
 n Bruders - und natürlich die politischen Verhältnisse in Europa\, nachhal
 tig geprägt durch Napoleon I.\, und die sehnliche Hoffnung auf deren Überw
 indung. Interesse geweckt? Folgen Sie dem Referenten bei seinem Versuch\, 
 entscheidende Teile des Werkes Friedrichs vom Kopf auf die Füße zu stellen
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